
Der Rekord
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Das Rekordschild ist heute an der Museumslok CC 7107 zu besichtigen. |
Offiziell handelt es sich um den Weltrekord für den schnellsten lokbespannten Zug. Natürlich hat man sich an diesen für die damalige Zeit sensationellen Rekord Schritt für Schritt genähert.
Im Februar 1954 begannen die ersten Schnellfahr-Versuche mit der CC 7021 in Serienausführung. Man hatte dafür einen geraden Streckenabschnitt zwischen Dijon und Beaune gewählt. Ziel war es, das Verhalten der verschiedenen Komponenten bei hohen Geschwindigkeiten zu beobachten. Dazu gehörten vorrangig die ausgeübten Kräfte auf das Gleis und die Pantografen.
Der erste Nachkriegs-Rekord
Mit einer Zuglast von 111 t wurde die sensationelle Geschwindigkeit von 243 km/h erreicht. Damit stellte die CC 7021 einen neuen Weltrekord für Schienfahrzeuge jeglicher Art auf und entthronte den bisher vom deutschen Konstrukteur Kruckenberg entwickelten Schienzeppelin, welcher 1931 die 230 km/h Marke erreicht hatte.
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Bisheriger Geschwindigkeits-Rekordhalter seit 1931: Der Schienenzeppelin. |
Der erste Schritt war geschafft. Man verlegte nun die Versuche auf eine ehemalige PO-Strecke (Paris-Orleans-Bahn), südlich von Bordeaux, wo zwischen Lamothe und Morcenx ein kilometerlanges gerades Stück vorhanden war. Zuerst wurde die Stromabnahme mit zwei CC 7100 in Doppeltraktion geprüft. Mit einer um 25% erhöhten Spannung erreichte man 201 km/h vor einem 617 t-Zug.
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Die Rekordstrecke sieht heute noch fast genauso aus wie vor über 50 Jahren. |
Fast 10 Jahre nach dem Krieg war es nun an der Zeit, das technisch Machbare auf der Schiene zu ergründen.
Das nächste Ziel: 300 km/h
Die 300 km/h-Marke wurde anvisiert. Das Getriebe der CC 7107 hatte man geändert und einen Dreiwagen-Versuchzug mit einem Gesamtgewicht von 100 t zusammengestellt.
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Der Rekordzug wurde aus Wagen dieses Typs zusammengestellt. |
Der letzte Waggon erhielt ein stromlinienförmiges Heck und die Wagenübergänge wurden bündig verkleidet, um den Luftwiderstand herabzusetzten. Am 28. März 1955 erreichte man nach einer Fahrt von 21 Kilometern die angestrebte Geschwindigkeit von 300 km/h. Doch das Tempo stieg weiter an, bis die Tachonadel bei einer Geschwindigkeit von 330,8 für 2 Kilometer verharrte. Insgesammt wurde über eine Strecke von 12 Kilometern die Geschwindigkeit von 300 km/h gehalten. Hierfür war eine maximale Leistung von 8826 KW erforderlich gewesen
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Die Rekordfahrt der CC 7107 wurde weltweit beachtet. |
Die Nachfolge steht bereit
Der Ruhm der Rekord-7100er währte allerdings nur kurz. Denn schon am folgenden Tag konnte die gleiche Geschwindigkeit von der BoBo-Lok BB 9004 ebenfalls erreicht werden. Die Entwicklung dieser neuen, stromlinienverkleideten Versuchslokomotive hatte nur wenig mehr als die Hälfte der Reihe 7100 gekostet und bereitete den Weg für 4-achsige Neuentwicklungen im Schnellzugdienst.
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Die beiden Rekordlokomotiven im Verkehrsmuseum Mulhouse (F). |
Die Leistung der beiden Maschinen ist jedoch bis heute ungebrochen. Da sich die aktuelle Entwicklung auf Hochgeschindigkeits-Triebzüge konzentriert, ist damit zu rechnen, daß der Rekord für die Lokomotiven der CC 7107 und der BB 9004 erhalten bleibt.
Anläßlich des 50-jährigen Jubiläums dieses für die Verkehrstechnik historischen Ereignisses hat die SNCF verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. Dabei konnte man auch die beiden Jubiläums-Loks auf der Rekordstrecke noch einmal bewundern.
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Nach 50 Jahren noch einmal gemeinsam auf der Rekordstrecke - aber mit angemessenem Tempo! |









