Das Gehäuse

Das Gehäuse sollte zuerst einmal nach augenscheinlichen Schäden an der Lackierung sowie nach Ausbrüchen und Rissen untersucht werden. Hier ist besonders auf Lichtschäden bei sogenannten "Vitrinenmodellen" zu achten. Nach jahrerlanger Verbannung in eine Vitrine zeigen sich manche Loks auf einer Seite oft ausgeblichen!
Wenn die Gußteile Zinkpestschäden zeigen, sollte auch auf Verzüge und die Gewinde für die Verbindungsschrauben für das Chassis im Inneren des Gehäuses besonders geachtet werden. Hier entstehen durch den Druck, welcher bei der Materialausdehnung durch die Zinkpest ausgeübt wird, teilweise irreperable Verzugs- und Ausbruchschäden. Eine Fahrerfigur befindet sich nur auf der Führerstandseite 1. Wichtig ist auch, daß die Beleuchtungseinheiten auf beiden Seiten des Gehäuses vorhanden sind, da diese oftmals auch als Ersatzteile entnommen wurden und kaum wieder zu Beschaffen sind.

Nun folgt die Prüfung von Details, die für die Beurteilung der Maschine von Bedeutung sind.


Pantografen

Die Pantografen sind schwarz lackiert und haben verkupferte Schleifbügel. Oft werden Modelle mit falschen Pantografen angeboten. Das folgende Bild zeigt, wie die Stromabnehmer aussehen sollten.

folgende Punkte sind zu prüfen:

  • Jeder Pantograf sitzt auf 4 weißen Metall-Isolatoren. Diese gehen bei einer Demontage leicht verloren oder wurden unsachgemäß ersetzt!
  • Die Pantografen sind von innen verschraubt.
  • Das graue Sockel-Element aus Kunststoff muß vorhanden sein.
  • Die Feststellspange zum Niederhalten des Pantografen muß vorhanden und unbeschädigt sein.
  • Jeder Pantograf ist mit zwei schwarz lackierten Federn ausgerüstet.


Achtung! Die Pantografen sind oft nicht original oder beschädigt.


Dachaufbauten

Die CC 7107 hat sehr detaillierte Dachaufbauten. Hier verbergen sich oft Mängel, welche leicht übersehen werden.

folgende Punkte sind zu prüfen:

  • Die Motorhaube aus Zinkguss kann Zinkpestschäden haben.
  • Die Farbe der Motorhaube muß identisch mit der Farbe des Fahrgestells sein.
  • Die beiden Haltefedern an der Innenseite der Motorhaube müssen vorhanden sein und Spannung haben
  • Die Dachleitungen dürfen nicht aus den Kunststoff-Isolatoren gebrochen sein.
  • Auf beiden Frontseiten des Dachs befindet sich ein Signal-Horn.
  • Auf der Führerstandseite 1 (Lokführerfigur) befindet sich ein weißer oder unlackierter Stift (Isolatorimitation) zum Umstecken für Ober-/Unterleitungsbetrieb. Hieran ist werksseitig das "Pocher Siegel" mit einer Schnur befestigt.


Der weiße Stift zur Wahl der Stromversorgung kann bei frühen Modellen auch unlackiert sein.


Frontpartie

Die Frontpartie der Pocher CC 7107 ist auf beiden Seiten identisch.  Für die damalige Zeit war sie mit einer Vielzahl von Details außergewönlich originalgetreu gestaltet.

Auf folgende Punkte ist zu achten:

  • Die vernickelten Positionslampen über der Frontscheibe fehlen manchmal.
  • Die Hauptscheinwerfer-Einsätze sind in die "Frontbrille" gesteckt. Sowohl die vernickelten Ringe oder auch die Scheinwerfergläser können fehlen.
  • Beide Scheibenwischer müssen vorhanden sein.
  • Die Frontscheiben-Einsätze gehen oft verloren.
  • Die vernickelten Handläufe neigen zur Korrosion und sind vielfach verbogen.
  • Die Puffer sind eingesteckt und gehen oft verloren bzw. werden durch Falschteile ersetzt. Die Originale sind aus Metall. Der rechte und der linke Puffer sind unterschiedlich.
  • Neben dem jeweils linken Puffer befindet sich ein Bremsschlauch. Siehe Detailfoto. Der Schlauch ist bei frühen Modellen schwarz lackiert.


An der detaillierten Front fehlen oft Zurüstteile.


Seitenpartie

Die Seitenpartie der Lok verfügt ebenfalls über einige Details, deren Vorhandensein überprüft werden sollte.

Auf folgende Punkte ist zu achten:

  • Die vernickelten Griffstangen an den Türen neigen zur Korrosion oder sind verbogen.
  • Die vernickelten Rahmen der runden Seitenfenster fehlen vereinzelt bzw. habe keine Scheiben mehr.
  • Das Schild "331 km/h" in der Mitte der Seite fehlt oder ist beschädigt.


Das Seitenschild gibt es auch in einer messingfarbenen Ausführung.

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Buchtipp zum Thema



Bücher zum Vorbild der Pocher "Mistral"

Elektrische locomotieven NS-serie 1300
Henk Bouman, 1999 - ISBN 9071513327 - antiquarisch


Les CC 7100 - Hrsg. La Vie du Rail
Denis Redoutey, 224 Seiten, 331 Bilder

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