"Le Mistral" - eine Legende auf Gleisen
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Das Vorbild der legendären Pocher "Mistral"-Lok, allerdings nicht die Rekordmaschine |
Im Zusammenhang mit unseren Berichten über die Pocher „Mistral“-Lokomotive CC 7100 liegt es nahe, auch die entsprechenden klassischen Zuggarnituren für diese Maschine vorzustellen. Im Laufe der Jahrzehnte reicht die Karriere der von Alsthom schon Ende der 1940er Jahre entwickelten Ellok von der Geschwindigkeits-Weltrekordfahrt bis zum Einsatz im Güterzugverkehr. Da im Mittelpunkt unseres Interesses die klassische Modellbahnen steht, orientieren wir uns beim Vorbild natürlich auch an der Zeit der 50er und 60er Jahre. Tatsächlich ist die Rekordlokomotive CC 7107 nach Indienststellung in vielen Expresszügen zum Einsatz gekommen. Obwohl Arnoldo Pocher sein Modell mit der attraktiven „Mistal-Binde“ versehen hat, handelt es sich jedoch nicht um die „typische“ Zugmaschine des legendären Rapide „Le Mistral“, welcher die französische Hauptstadt mit der Cote d`Azur verbunden hat.
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Schließlich zum TEE erkoren, verlor der "Mistral" seine Individualität. |
Bevor hier nun einige typische und charakteristische Wagenreihungen dieses berühmten Schnellzugs vorgestellt werden, soll der Historie des Vorbilds Raum gegeben werden. Hierzu greifen wir auf Berichte des legendären Dr. Fritz Stöckl, der bereits vor einem halben Jahrhundert über diesen und andere Expresszüge begeistert berichtet hat.
Der passende Name - "Le Mistral"
Der Mistral ist ein kalter Wind, der von den Savoyischen Alpen kommen das Rhonetal herunterfegt. Wenngleich er bei vielen Menschen den Ruf einer unangenehmen Naturerscheinung hat, so sorgt er doch für die klare Luft und den sprichwörtlichen blauen Himmel, welcher die Cote d`Azur auch während der Winterzeit zu einem attraktiven Ziel für die „Haute volee“,die sich aus aller Herren Länder über Paris auf die Reise Richtung Mittelmeer begeben hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Region nicht nur „Überwinterern“ vorbehalten, sondern es entwickelte sich zur Ganzjahresdestination für sonnenhungrige Mitteleuropäer.
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Das Streckennetz der CIWL in Frankreich. Die Route in den Süden hatte schon lange einen besonderen Reiz. |
Da die eleganten und feinen Pullman-Züge Richtung Riviera einstmals nur in der Wintersaison fuhren, lag eine ganzjährige Tageszugverbindung ab Paris förmlich in der Luft. Aus einer Ende der 40er Jahre zwischen Paris und Marseille bestehenden Schnellzugverbindung ist ein durchgehender Rapide nach Nizza entstanden. Dieser Zug erreichte vom ersten Tag seines Betriebseinsatzes auf der 512 km langen Strecke zwischen Paris und Lyon eine Durchschnittsgeschindigkeit von 126,8 km/h. Damit war er seinerzeit der schnellste fahrplanmäßige Zug der Welt. Was lag also näher, diesem Express den Namen „Le Mistral“ zu geben?
- der "alte" Mistral...
- der "neue" Mistral
- der Mistral im Modell
Dr. Fritz Stöckl, der große Eisenbahn-Autor hat in der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre in zahlreichen Publikationen die großen und eleganten Züge dieser Welt aus eigener Anschauung beschrieben. Aus seinen Werken stammen zahlreiche der hier zusammengestellten Informationen und Bilder.



